Anthropic, ein führendes KI-Unternehmen, hat die Trump-Administration aktiv über sein neues, noch nicht öffentlich freigegebenes KI-Modell Mythos informiert. Dies bestätigte Jack Clark, Mitbegründer von Anthropic, auf dem Semafor World Economy Summit, trotz eines laufenden Rechtsstreits mit dem Pentagon seit März 2026. Clark betonte, dass der Streit ein "enger Vertragsstreit" sei und die nötige sicherheitsrelevante Zusammenarbeit mit der Regierung nicht behindern dürfe. Die Regierung müsse über derart wichtige Entwicklungen im Bilde sein, insbesondere angesichts der weitreichenden Cybersecurity-Fähigkeiten von Mythos, so Clark.
- Anthropic hat die Trump-Administration trotz eines laufenden Rechtsstreits mit dem Pentagon über sein kommendes KI-Modell Mythos gebrieft.
- Das Unternehmen verlor zuvor einen lukrativen Militärauftrag, weil es den Einsatz der KI für Massenüberwachung und autonome Waffen stark einschränkte.
- Ungeachtet der Spannungen ermutigen US-Beamte aktuell namhafte Großbanken dazu, das neue KI-Modell zu testen.
Der Hintergrund der Situation ist komplex: Im Juli 2025 schloss Anthropic einen Vertrag über bis zu 200 Millionen Dollar mit dem Pentagon, der jedoch scheiterte, da Anthropic die Nutzung von KI zur Massenüberwachung amerikanischer Bürger und für vollautonome Waffensysteme ohne menschliche Freigabe untersagte. Nach der Einstufung als "Supply Chain Risk" durch das Verteidigungsministerium im Februar 2026 verlor Anthropic den Regierungsauftrag an OpenAI. Dennoch ermutigen Trump-Beamte derzeit US-Großbanken wie JPMorgan Chase und Goldman Sachs aktiv, Mythos zu testen. Clark räumte ein, dass Anthropic zwar bisher nur "erste Schwächezeichen bei Berufseinsteigern in bestimmten Branchen" durch KI beobachte, sich das Unternehmen jedoch auf größere Beschäftigungsverschiebungen vorbereite.