Der US-Streaming-Anbieter Tubi (Fox Corporation) ist seit dem 7. April 2026 der weltweit erste Video-Streaming-Dienst mit einer nativen App-Integration im ChatGPT App Directory. Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, die Nutzerakquise über klassische App-Silos hinaus zu erweitern. Anstatt KI lediglich in die eigene Plattform zu integrieren, wie es Tubi 2023 mit „Rabbit AI“ versuchte, setzt der Dienst nun auf die Distribution direkt über ChatGPT. Nutzer können so Filmempfehlungen basierend auf natürlichsprachlichen Prompts erhalten, die auf einen Katalog von über 300.000 Titeln zugreifen.
- Der Anbieter Tubi integriert sich als erster Streaming-Dienst mit einer nativen App direkt in das Verzeichnis von ChatGPT.
- Nutzer können über natürliche Sprachbefehle direkt in der KI passgenaue Filmempfehlungen aus über 300.000 Titeln abrufen.
- Mit diesem Strategiewechsel umgeht Tubi klassische App-Silos und greift direkt auf 900 Millionen wöchentliche Nutzer zu.
Strategischer Shift: Discovery statt eigener App-Silos
Dieser Schritt markiert eine Abkehr vom klassischen App-First-Model, indem die Entdeckung von Inhalten dort stattfindet, wo Nutzer bereits suchen. Mit rund 900 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern bietet ChatGPT eine Reichweite, die kein einzelner Streamer intern replizieren kann. Mike Bidgoli, Chief Product & Technology Officer bei Tubi, betont: „Streaming sollte sich mühelos anfühlen.“ Tubi erweitert seine Entdeckungserfahrung, um Zuschauer dort abzuholen, wo sie ihre Absichten in eigenen Worten ausdrücken – ein klarer Vorteil für die generative Suche. Für Tubi, einen kostenlosen AVOD-Dienst ohne Abo-Hürde, birgt dies ein erhebliches Potenzial, neue Aufmerksamkeit zu generieren.
KI-Interfaces als neue Distributionsplattform
Die Integration folgt dem Trend, dass ChatGPT zunehmend Apps als Backends nutzt, was die direkte Nutzerinteraktion verändert. Für Tubi ist dies eine Chance, die Latenz in der Entscheidungsfindung der Nutzer zu minimieren. Aktuelle Daten zeigen, dass ChatGPT seit Februar 2026 stabil über 900 Millionen wöchentliche Nutzer verzeichnet [1].