Anthropic hat am 31. März 2026 offiziell bestätigt, dass Teile des internen Quellcodes von Claude Code durch einen Packaging-Fehler in der npm-Registry öffentlich zugänglich wurden – verursacht durch menschliches Versagen, nicht durch einen externen Angriff. Betroffen war eine Debug-Map-Datei in einem npm-Package, die 512.000 Zeilen TypeScript-Code enthielt, darunter Details zur Speicherverwaltung des KI-Systems. Laut Anthropic-Sprecher gegenüber CNBC waren zu keinem Zeitpunkt Kundendaten, Credentials oder Nutzerinformationen kompromittiert.
- Anthropic bestätigt den Leak von Claude Code über npm am 31. März 2026 durch menschliches Versagen, der 512.000 Zeilen TypeScript-Code öffentlich machte.
- Obwohl Architekturdetails offengelegt wurden, versichert Anthropic, dass keine Kundendaten, Credentials oder Nutzerinformationen kompromittiert wurden.
- Dies ist der zweite Sicherheitsvorfall innerhalb einer Woche für Anthropic, nach einem früheren Leak von Dokumenten zum internen Projekt „Mythos“.
Architektur-Details offengelegt
Bekannt wurde der Vorfall durch einen Post des Sicherheitsforschers Chaofan Shou auf X, der Zugriff auf den Code dokumentierte und damit über 28,8 Millionen Views erzielte. Solche .map-Dateien dienen normalerweise Debug-Zwecken und sollten nie in ein öffentliches Production-Package gelangen – ein klassisches Build-Pipeline-Versäumnis ohne Secret-Scanning oder Artefakt-Hygiene-Check. Für Teams, die Claude Code in eigene Workflows oder CI/CD-Pipelines integriert haben, liegt das unmittelbare Risiko weniger in den exponierten Daten als in der nun detaillierter verständlichen Tool-Calling-Architektur, die Prompt-Injection-Angriffe präziser planbar macht. Anthropic hat angekündigt, Maßnahmen gegen künftige Packaging-Fehler einzuführen.
Zweiter Vorfall in Folge
Bemerkenswert ist der Kontext: Es handelt sich um den zweiten sicherheitsrelevanten Vorfall innerhalb einer Woche. Kurz zuvor waren durch einen Konfigurationsfehler in einem Content-Management-System unveröffentlichte Dokumente zu einem internen Modellprojekt mit dem Codenamen „Mythos“ (Tier-Kategorie „Capybara“) zugänglich geworden – rund 3.000 Assets, darunter Entwürfe für Blogposts und Details zu einem CEO-Summit. Anthropic bestätigte auch diesen Vorfall und gab an, den Konfigurationsfehler behoben zu haben. Für Unternehmen, die Claude Code im DACH-Raum einsetzen, ist unter dem seit August 2025 geltenden GPAI-Rahmen des EU AI Acts zu prüfen, ob solche Vorfälle meldepflichtig gegenüber der zuständigen Marktüberwachungsbehörde sind – insbesondere wenn Systeme in regulierten Prozessen eingesetzt werden.
❓ Häufig gestellte Fragen
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