Bluesky hat auf der Atmosphere-Konferenz Ende März 2026 Attie vorgestellt – eine eigenständige KI-App, die Nutzern erlaubt, personalisierte Social-Media-Feeds per natürlicher Sprache zu bauen, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. Attie basiert auf Anthropic's Claude und ist auf dem AT Protocol (atproto) aufgebaut. Wer sich mit seinen Bluesky-Zugangsdaten einloggt, kann per Chatbot-Schnittstelle eigene Feed-Regeln definieren – etwa: "Zeig mir Posts über keltische Folklore, Mythologie und traditionelle Musik." Jay Graber, nun Chief Innovation Officer bei Bluesky, und CTO Paul Frazee präsentierten die App; Anmeldungen für die geschlossene Beta sind über attie.ai möglich.
- Bluesky hat Attie vorgestellt, einen KI-Assistenten, der Nutzern ermöglicht, personalisierte Social-Media-Feeds per natürlicher Sprache zu erstellen.
- Attie basiert auf Anthropic's Claude und dem AT Protocol, wodurch technisches Know-how für die Feed-Erstellung überflüssig wird.
- Langfristig soll Attie auch das "Vibe-Coding" ganzer Apps auf dem AT Protocol ermöglichen, um Nutzer zu Kuratoren ihrer eigenen Informationsumgebung zu machen.
Die strategische Logik dahinter ist klar: Bislang konnten Bluesky-Nutzer zwar eigene Feeds anlegen, brauchten dafür aber technisches Know-how. Attie demokratisiert diesen Prozess – und deutet langfristig auf noch mehr hin. Graber hat in einem Blogpost angekündigt, dass Attie künftig auch "Vibe-Coding" ganzer Apps auf dem AT Protocol ermöglichen soll: Nutzer bauen eigene soziale Anwendungen per Texteingabe, ohne Entwickler-Background. Das ist ein direkter Hebel gegen die geschlossenen Algorithmus-Systeme von Meta und X, die Nutzer als passive Konsumenten behandeln, nicht als Kuratoren ihrer eigenen Informationsumgebung.
Attie befindet sich aktuell in einer geschlossenen Beta, die zunächst Teilnehmern der Atmosphere-Konferenz zugänglich war. Ein breiter Public Launch ist für die kommenden Wochen angekündigt. Für DACH-Nutzer relevant: Da Attie personenbezogene Interaktionsdaten aus Bluesky-Accounts verarbeitet, könnten Fragen rund um Art. 22 DSGVO (automatisierte Entscheidungen) und mögliche Drittlandtransfers – Anthropic betreibt seine Infrastruktur in den USA – noch relevant werden, sobald die App breiter ausgerollt wird.
❓ Häufig gestellte Fragen
📚 Quellen