Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier hat eine offizielle Ermittlung gegen OpenAI eingeleitet, da ChatGPT eine Rolle bei der Planung eines Massenanschlags auf dem Campus der Florida State University im April 2025 gespielt haben könnte. Bei dem Angriff kamen zwei Menschen ums Leben und fünf weitere wurden verletzt. Uthmeier kündigte an, dass in Kürze Vorladungen an OpenAI zugestellt werden. Anwälte der Familie eines Opfers behaupten, der Täter habe ChatGPT zur Vorbereitung der Tat genutzt und planen eine Zivilklage gegen OpenAI.
- Floridas Generalstaatsanwalt untersucht, ob der Täter des tödlichen FSU-Anschlags die KI ChatGPT zur Planung nutzte.
- Neben den behördlichen Ermittlungen droht dem Unternehmen zudem eine Zivilklage der Angehörigen eines der Todesopfer.
- Die Vorwürfe treffen OpenAI zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt, da sich die Firma auf ihren Börsengang vorbereitet.
OpenAI unter Druck: IPO-Vorbereitungen durch Ermittlungen überschattet
Die Ermittlung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für OpenAI, da das Unternehmen sich auf einen möglichen Börsengang vorbereitet, während immer mehr Fälle bekannt werden, in denen ChatGPT mit gewalttätigen Vorfällen wie Suiziden und Morden in Verbindung gebracht wird. Recherchen des Wall Street Journal legen nahe, dass der Chatbot paranoide Gedankenmuster verstärkt haben könnte. Bereits im September 2025 äußerten die Attorney Generals von Kalifornien und Delaware Bedenken hinsichtlich der Interaktionen von ChatGPT mit Minderjährigen. OpenAI erklärte, mit der Untersuchung zu kooperieren, und betonte, dass ChatGPT wöchentlich von über 900 Millionen Menschen genutzt wird. Ob ChatGPT den Täter der FSU-Attacke direkt unterstützt hat, ist bisher unbestätigt, und Uthmeier formuliert die Anschuldigung noch vorsichtig mit "may likely have been used".