OpenAI hat eine opt-in-Forschungsvorschau namens Chronicle eingeführt, die Screenshots des macOS-Bildschirms erfasst und die Bilddaten an den Codex‑Agenten liefert, um dessen "memories" mit mehr Kontext zu ergänzen; die Ankündigung steht in der Dokumentation und wurde von The Register dokumentiert (The Register · OpenAI now lets you screenshot your privacy in the foot).
- OpenAI testet mit Chronicle eine neue Opt-in-Funktion für macOS, die Screenshots analysiert und dem Codex-Agenten als personalisierten Kontext bereitstellt.
- Die unverschlüsselten Bildschirmaufnahmen verbleiben sechs Stunden lokal, bevor sie durch OpenAI-Server zu dauerhaften Text-Erinnerungen verarbeitet werden.
- Aufgrund der automatisierten Profilbildung warnen Forscher vor Sicherheitsrisiken und verweisen auf verschärfte Dokumentationspflichten gemäß dem EU AI Act.
OpenAI beschreibt Chronicle als opt-in, verfügbar nur in der Codex‑macOS‑App; Screenshots verbleiben lokal für sechs Stunden, werden dann auf OpenAI‑Servern für OCR und Generierung von textbasierten "memories" verarbeitet, und die so extrahierten Erinnerungen bleiben auf dem Gerät, bis sie gelöscht werden. Die Dokumentation weist zudem auf erhöhte Rate‑Limit‑Nutzung, gesteigertes Prompt‑Injection‑Risiko und unverschlüsselte lokale Speicherung hin; Sicherheitsforscher verglichen Chronicle mit Microsofts Recall, das 2024 ähnliche Kritik ausgelöst hatte.
Was bedeutet das für den EU AI Act? Funktionen, die persönliche Daten erfassen und automatisierte Profile unterstützen, stehen seit Feb 2025 unter verschärfter Prüfung; Unternehmen in der DACH‑Region müssen deshalb Datenschutz‑ und Governance‑Pflichten besonders dokumentieren, da ab Aug 2026 der Hauptteil des AI Act noch stärker in den Blick rückt.