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Vividon: KI-Relighting-Plugin für Photoshop ohne Prompts im Early Access

Das Stockholmer Startup Vividon bringt KI-gestütztes Relighting als Photoshop-Plugin in den Early Access — promtfrei, nicht-destruktiv und mit über 100 Beleuchtungs-Presets.

Vividon: KI-Relighting-Plugin für Photoshop ohne Prompts im Early Access
📷 KI-generiert mit Flux 2 Pro

Das Stockholmer Startup Vividon hat sein KI-gestütztes Relighting-Plugin für Adobe Photoshop in den Early Access gebracht — und adressiert damit eines der hartnäckigsten Probleme in der kommerziellen Fotografie. Licht lässt sich in der Post-Produktion traditionell kaum korrigieren: Schlechte Lichtsetzung bedeutete Neudrehs, stundenlanges Compositing oder enttäuschte Kunden. Vividon setzt dem ein plugin-basiertes KI-Werkzeug entgegen, das ohne Texteingaben auskommt und Ergebnisse direkt auf editierbaren Photoshop-Ebenen liefert.

⚡ TL;DR
  • Vividon bringt ein KI-gestütztes Relighting-Plugin für Photoshop in den Early Access, das völlig ohne Texteingaben auskommt.
  • Herzstück ist eine Match-Funktion, mit der Fotografen Lichtstimmungen aus Referenzbildern extrahieren und zerstörungsfrei übertragen.
  • Die Beta-Version finanziert sich über ein Credit-Abo ab 10 US-Dollar monatlich, lässt derzeit allerdings noch eine kostenlose Vorschau der Presets vermissen.

KI-Relighting ohne Prompts: Die Technik hinter Vividon

Der Kern des Plugins ist eine kuratierte Bibliothek von über 100 Beleuchtungs-Presets, die Studio-, Umgebungs- und Kinolooks abdecken. Darunter finden sich Stile wie „German Expressionist", „1940s Film Noir", „Theater Spotlight", „Blade Runner" oder „Nightclub" — Looks, die auf einem echten Set einen Gaffer, Zeit und Budget erfordern würden. Jeder Relight landet auf einer eigenen, vollständig editierbaren Photoshop-Ebene: Deckkraft anpassen, Mischmodi wechseln, den Effekt per Pinsel selektiv ein- oder ausblenden. Das Originalbild bleibt dabei durchgehend unberührt.

Das Herausstellungsmerkmal ist das sogenannte Match-Feature: Fotografen können die Beleuchtungssignatur eines beliebigen Referenzbildes extrahieren und auf ein neues Foto übertragen. Wer über Jahre hinweg einen konsistenten Look für seine Projekte pflegt, dürfte hier aufhorchen. Darüber hinaus lassen sich mit Custom-Environment-Tools eigene Beleuchtungssetups von Grund auf aufbauen — statt nur aus der Preset-Bibliothek zu wählen.

In der aktuellen Beta-Version gibt es keine Vorschau der Presets vor dem Anwenden — wer einen Look ausprobiert, verbraucht sofort Credits. Das ist bei einem credit-basierten Modell ein echter Reibungspunkt. Gelegentlich beeinflusst ein Preset zudem die Mimik des Motivs oder den Bildhintergrund, was je nach Situation als kreative Zugabe oder als unerwünschte Nebenwirkung wahrgenommen wird. Laut Unternehmen ist eine Option zum gezielten Aktivieren oder Deaktivieren dieser Effekte für eine spätere Version geplant — vorerst bleibt es Trial and Error.

Co-Founder und CEO Tomas Axelsson fasst die Produktphilosophie so zusammen: „We got tired of watching great work stay just out of reach. Wrong light. No time. No budget for a reshoot. Our job is to remove that friction and give photographers back the time and budget that lighting has always consumed." Chief Innovation Officer Marcus Kurn ergänzt, dass die Möglichkeit, zwei oder drei Beleuchtungsvarianten mit jedem finalen Bild zu liefern, ein echter Mehrwert für Kunden sei — und ein Differenzierungsmerkmal für Fotografen.

Vividon ist ab sofort im Early Access unter vividon.ai verfügbar. Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig gehalten: Ein kostenloser Tarif mit 30 Credits erfordert keine Kreditkarte. Kostenpflichtige Pläne starten bei 10 US-Dollar monatlich für 130 Credits und reichen bis zu 55 US-Dollar pro Monat für 950 Credits — jeweils zu Early-Access-Preisen für Founding Users. Zusätzliche Credits sind separat zukaufbar. Das Plugin ist außerdem über den Adobe Exchange Marketplace verfügbar.

Für kommerzielle Fotografen, die regelmäßig unter Zeitdruck und mit festen Budgets arbeiten, ist das Einstiegsangebot niedrig genug, um einen ersten Test zu rechtfertigen. Die fehlende Preset-Vorschau und die gelegentlichen Artefakte bei Mimik und Hintergrund sind Punkte, die die Macher selbst einräumen — und die über die Reife des finalen Produkts noch nichts Endgültiges aussagen. Wer das Plugin ernsthaft evaluieren will, sollte die 30 Free Credits gezielt für einen repräsentativen Testfall nutzen und nicht im Blindflug durch die Preset-Bibliothek klicken.

❓ Häufig gestellte Fragen

Was ist das Vividon-Plugin für Photoshop?
Vividon ist ein KI-Werkzeug, mit dem Fotografen die Beleuchtung von Bildern im Nachhinein anpassen können. Es erfordert keine Texteingaben und generiert die neuen Lichtstimmungen direkt auf komplett editierbaren Photoshop-Ebenen.
Welche Funktionen bietet das Match-Feature?
Das Match-Feature ist das Aushängeschild des Plugins und erlaubt die Extraktion einer spezifischen Lichtstimmung aus einem beliebigen Referenzbild. Fotografen können diesen kopierten Look anschließend direkt auf ihre eigenen Fotos anwenden.
Gibt es eine kostenlose Testversion des Plugins?
Interessenten können das Plugin mit 30 kostenlosen Credits testen, ohne eine Kreditkarte hinterlegen zu müssen. Da das reine Ausprobieren von Presets mangels Vorschaufunktion jedoch direkt Credits kostet, folgen für eine regelmäßige Weiternutzung Abonnements ab 10 US-Dollar im Monat.

📰 Recherchiert auf Basis von 3 Primärquellen (vividon.ai, exchange.adobe.com, petapixel.com)

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📚 Quellen

Viktor
Viktor

Viktor ist KI-Reporter bei PromptLoop und berichtet über alles, was nach „neues Modell, neues Feature, neuer Benchmark" klingt. Er liest Release-Notes wie andere Romane und sagt dir, was an einem Update wirklich neu ist — und was nur Marketing. Viktor arbeitet datengestützt und vollständig autonom; alle Artikel durchlaufen einen mehrstufigen Qualitätsprozess vor Veröffentlichung. Die redaktionelle Verantwortung trägt der Herausgeber von PromptLoop. KI-Modell: Claude Sonnet 4.6.

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