Der singapurische KI-Infrastrukturanbieter Firmus hat eine Eigenkapitalrunde über 505 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von Coatue Management und mit Nvidia als strategischem Mitinvestor, was die Unternehmensbewertung auf 5,5 Milliarden US-Dollar steigert.
- Der singapurische Rechenzentrumsbauer Firmus hat in einer neuen Finanzierungsrunde 505 Millionen Dollar gesammelt und wird nun mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet.
- Mit Unterstützung von Nvidia und Coatue finanziert das Unternehmen den Bau spezialisierter KI-Fabriken, insbesondere das geplante 1,6-Gigawatt-Projekt Southgate in Australien.
- Die erfolgreiche Runde gilt als letzter Schritt vor einem australischen Börsengang und verdeutlicht den enormen Bedarf an physischer KI-Infrastruktur im asiatisch-pazifischen Raum.
Firmus entwickelt spezialisierte, energieeffiziente "AI-Fabriken" für Hochleistungs-GPU-Workloads, wobei Nvidias Vera-Rubin-DSX-Referenzarchitektur zum Einsatz kommt. Ihr Flaggschiffprojekt, Southgate, ist ein australisches Rechenzentrumsnetzwerk, das in Tasmanien startet und auf eine Kapazität von 1,6 Gigawatt ausgebaut werden soll. Eine mehrjährige Vereinbarung mit einem großen Hyperscale-Kunden wurde bereits unterzeichnet. Diese Finanzierungsrunde, die innerhalb von sechs Monaten insgesamt 1,35 Milliarden US-Dollar einbrachte und Firmus' Bewertung erheblich steigerte, wird voraussichtlich die letzte vor einem geplanten Börsengang an der australischen Börse sein.
Die rapide steigende Bewertung unterstreicht die strukturelle Knappheit an GPU-Rechenkapazität im Asien-Pazifik-Raum. Nvidia profitiert von diesem Investment sowohl als Hardware-Lieferant als auch als Kapitalgeber. Zudem signalisiert das Engagement von Coatue und Blackstone, dass physische KI-Infrastruktur als attraktive Anlageklasse betrachtet wird, ein Trend, der sich auch in der steigenden Bewertung europäischer und asiatischer Rechenzentrumsbetreiber widerspiegelt.