Die Vereinigten Staaten bereiten Massnahmen gegen China vor, wegen des Vorwurfs "industriellen Diebstahls geistigen Eigentums amerikanischer KI-Labore". Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Financial Times hervor. Chinesische Firmen werden beschuldigt, mittels "Distillation" – der Nutzung von Outputs existierender Modelle, um eigene, günstigere Kopien zu trainieren – geistiges Eigentum von US-amerikanischen KI-Unternehmen zu entwenden. Mehrere grosse KI-Firmen wie OpenAI, Google und Anthropic meldeten Angriffe und Klonversuche, die mehrheitlich aus China stammten.
- Die USA beschuldigen chinesische Unternehmen, durch "Distillation" systematisch das geistige Eigentum führender amerikanischer KI-Labore zu stehlen.
- Das US-Parlament erwägt Gesetzesänderungen, um die Modell-Extraktion künftig als Industriespionage mit harten Strafen zu belegen.
- Während China die Vorwürfe als Verleumdung abstreitet, sehen Experten in den Klonversuchen eine Reaktion auf Chinas fehlende KI-Rechenleistung.
Michael Kratsios vom White House Office of Science and Technology Policy warnte in einem Memo, dass "ausländische Entitäten, hauptsächlich in China ansässig, in gezielten, industriellen Kampagnen zur Destillation von US-Frontier-KI-Systemen engagiert sind." Diese Kampagnen würden "Zehntausende von Proxy-Konten nutzen, um Entdeckung zu vermeiden, und Jailbreaking-Techniken einsetzen, um proprietäre Informationen preiszugeben." Die USA prüfen Massnahmen zur Rechenschaftziehung und erwägen Gesetzesänderungen; ein Bericht des House Select Committee on China empfahl, Modell-Extraktion als Industriespionage zu behandeln und strenge Strafen zu verhängen, sowie "adversarial distillation" als kontrollierten Technologietransfer zu definieren. Die USA würden US-Firmen bald Zugang zu Regierungsinformationen geben, um sich gegen diese Angriffe zu wehren. Dies ergänzt bestehende Exportkontrollen für KI-Chips.
Chinas Reaktion liess nicht lange auf sich warten: Liu Pengyu, Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington, D.C., bezeichnete die Anschuldigungen als "reine Verleumdung" und betonte Chinas Engagement für Kooperation und gesunden Wettbewerb sowie den Schutz geistiger Eigentumsrechte. Experten wie Chris McGuire vom Council on Foreign Relations sehen diese Angriffe als Versuch Chinas, Defizite in der KI-Rechenleistung auszugleichen und schlagen eine Verschärfung der Exportkontrollen vor, die möglicherweise gelockert worden waren. Die Rolle des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, der in der Vergangenheit schon Exportkontrollen zugunsten Chinas gelockert hatte, bleibt dabei unklar, während die aktuelle Trump-Administration einen harten Kurs gegen Frontier Models Diebstahl fährt.
❓ Häufig gestellte Fragen
✅ 10 Claims geprüft, davon 6 mehrfach verifiziert
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