YouTube-CEO Neal Mohan sieht keine ernsthafte Konkurrenz durch Netflix und andere Streamingdienste im Kampf um die beliebtesten Creator. In einem ausführlichen Interview mit dem New York Times-Format The Interview erklärte Mohan, er sei noch keinem YouTuber begegnet, der seine Inhalte vollständig von der Plattform abgezogen habe. Wenn Creator mit anderen Plattformen verhandelten, würden diese am Ende immer nachgeben – weil die Creator selbst wüssten, dass YouTube langfristig ihr Zuhause sei. „[...], which is to never leave their home“, so Mohan wörtlich laut TechCrunch.
- YouTube-CEO Neal Mohan ist überzeugt, dass Top-Creator die Plattform nicht verlassen, da diese YouTube als unverzichtbares Zuhause betrachten.
- YouTube festigt diese Bindung durch Auszahlungen von über 100 Milliarden US-Dollar in den letzten vier Jahren und investiert weiter in KI-Tools sowie Shopping-Integrationen.
- Die Plattform entwickelt spezielle Tools für Creator, um Produktionsprozesse zu vereinfachen und die Abhängigkeit von externen Dienstleistern zu reduzieren.
Wirtschaftliche Grundlage und neue Creator-Tools
Mohans Selbstsicherheit hat eine konkrete wirtschaftliche Grundlage: YouTube hat nach eigenen Angaben in den vergangenen vier Jahren über 100 Milliarden US-Dollar an Creator, Artists und Partner ausgezahlt. YouTube Shorts verzeichnen 200 Milliarden tägliche Views, und die Plattform ist laut Nielsen seit fast drei Jahren die meistgenutzte Streaming-Quelle in den USA gemessen an der Watchtime. In seinem CEO-Brief vom Januar 2026 skizzierte Mohan vier strategische Prioritäten, darunter den Ausbau von KI-Tools zur Unterstützung der Creator-Produktion sowie neue Shopping-Integrationen mit über 500.000 Creators im YouTube-Shopping-Programm. Dass Podcasts wie „The Breakfast Club" zu Netflix wechselten, kommentierte Mohan als „schmeichelhaft" – ein Zeichen dafür, dass Konkurrenten YouTube als kulturelles Zentrum anerkennten.
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der YouTube gezielt in Infrastruktur für die Creator Economy investiert: Frictionless Shopping, dynamische Sponsor-Wechsel innerhalb von Videos und KI-gestützte Produktionsfeatures sollen die Abhängigkeit von externen Dienstleistern verringern und die Bindung an die Plattform vertiefen. Für Creator bedeutet das eine wachsende Suite an Tools, die bislang teure Studio-Dienstleistungen ersetzen können.
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