Nvidia hat das 8-GB-VRAM-Problem bei der mobilen GeForce RTX 5070 still und leise gelöst — aber der Preis macht das Upgrade für die meisten Käufer zu einem zweifelhaften Angebot. Wie Ars Technica berichtet, versteckte Nvidia die Ankündigung am Ende eines Blogbeitrags über ein routinemäßiges Game-Ready-Treiber-Update: Die Laptop-Variante der RTX 5070 bekommt einen Speicher-Sprung von 8 GB auf 12 GB GDDR7, ein Plus von 50 Prozent. Gleichzeitig bleibt alles andere identisch — dasselbe 128-Bit-Speicherinterface, dieselben 4.608 CUDA-Kerne, derselbe GB206-Chip.
- Nvidia spendiert der mobilen RTX 5070 ein Upgrade von 8 auf 12 Gigabyte GDDR7-Speicher, belässt die restliche GPU-Architektur aber komplett unverändert.
- Aufgrund hoher Bauteilkosten bei den Zulieferern steigt der Preis für das neue 12-GB-Modul drastisch um über 70 Prozent an.
- Trotz des deutlich angewachsenen Videospeichers schließt die Laptop-Grafikkarte aufgrund eines schwächeren Chips nicht zur Desktop-Variante auf.
Der Speicherzuwachs ist real und adressiert ein echtes Problem: 8 GB VRAM sind bei aktuellen AAA-Titeln in hohen Auflösungen und bei lokal laufenden KI-Modellen längst eine spürbare Bremse. Wer GPT-5.5 oder vergleichbare Open-Weight-Modelle lokal ausführen will, stößt mit 8 GB schnell an die Grenzen. Die mobile RTX 5070 mit 12 GB schafft hier mehr Luft. Der Haken: Trotz des neuen VRAM-Ausbaus bleibt die mobile 5070 weit hinter der Desktop-Version zurück. Dort werkelt der größere GB205-Die — bei der Laptop-GPU hingegen kommt der kleinere GB206-Chip zum Einsatz, derselbe, der auch im Desktop-RTX 5060 steckt. Der Speicher-Boost ändert daran nichts.
Laptop-Hersteller Framework war einer der ersten, der das neue 12-GB-Modul konkret bepreiste — und die Zahlen sprechen für sich. Als Standalone-Upgrade für das Framework Laptop 16 kostet das 8-GB-Modell 699 Dollar. Die 12-GB-Variante schlägt mit 1.199 Dollar zu Buche. Das ist eine Preiserhöhung von 71,5 Prozent für eine ansonsten baugleiche GPU. Framework hat auf X (ehemals Twitter) öffentlich erklärt, dass die Preisgestaltung der Silizium-Zulieferer die Ursache ist — und angekündigt, dass auch die 8-GB-Version teurer werden dürfte, sobald der aktuelle GDDR7-Lagerbestand aufgebraucht ist. Im Klartext: Der Preisdruck durch Speicherknappheit trifft den gesamten Markt, nicht nur Framework.
Der Kontext macht die Situation noch deutlicher. Gerüchten zufolge hatte Nvidia das geplante "Super"-Refresh der RTX-50-Serie — das eigentlich breiter angelegte VRAM-Upgrades bringen sollte — früher in diesem Jahr still auf Eis gelegt oder zumindest verschoben, unter anderem wegen der hohen Speicherkosten. Was bleibt, ist ein einzelnes Laptop-Modell mit mehr VRAM, zu einem Preis, der laut Ars Technica so hoch liegt wie früher ein kompletter Mittelklasse-Gaming-PC. Andere Laptop-Hersteller stehen vor denselben Lieferanten und demselben Kostendruck — die 1.199-Dollar-Marke dürfte damit kein Framework-Ausreißer sein, sondern ein Markttrend.
Für DACH-Käufer kommt der Wechselkurs erschwerend hinzu: Bei aktuellem EUR/USD-Kurs landen die Preise nochmals spürbar höher. Wer auf ein breites VRAM-Upgrade über die gesamte RTX-50-Laptop-Linie hofft, muss vorerst warten — oder tief in die Tasche greifen.
❓ Häufig gestellte Fragen
✅ 11 Claims geprüft, davon 5 mehrfach verifiziert
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