InQI hat am 04. Mai 2026 eine AI-native Property-Intelligence-Plattform veröffentlicht, die Site-Plan-Generatoren in eine adressgebundene Wissensbasis verwandelt und damit Projektkontexte persistent speichert. Du erhältst damit ein Werkzeug, das Site-Plans in unter 20 Sekunden generiert und laut Unternehmensangaben bereits über 23 Millionen USD an Wert für die AEC-Community geschaffen hat.
- InQI erweitert seine Plattform zu einer adressbasierten Wissensbasis, die Immobilienprojekte persistent speichert und Site-Plans in unter 20 Sekunden generiert.
- Der neue Editor bietet ein 16-Layer-System mit dualer KI-Auswertung, spezialisierte Agenten für Bauvorschriften sowie eine Multi-LLM-Architektur zur Fehlerreduktion.
- Europäische Nutzer müssen die Plattform hinsichtlich DSGVO und EU AI Act prüfen, da automatisierte Entscheidungs- und Standortdaten hohe Compliance-Risiken bergen.
Die Ankündigung stellt den Site-Plan als Einstieg, nicht als Produkt, klar. Kern der Version ist der Site Plan Editor v2.0, aufgebaut auf hochaufgelösten Luftbildern mit einem 16-Layer-System: fünf Primary-Layer sind immer aktiv, elf Additional-Layer lassen sich hinzuschalten. Jeder Layer läuft dual: AI-Erkennung via Nearmap oder manuelles Zeichen, sodass du als Fachanwender KI-gestützte Automatisierung mit kontrollierter manueller Korrektur kombinieren kannst.
Neu ist die Ein-Klick-Generierung datengetriebener 3D-Modelle auf realem Terrain, inklusive Flurstücksgrenzen und Gebäudehöhen sowie Simulationen für Sonne, Schatten, Wind und Regen. InQI betont, dass es sich um datenbewusste 3D-Modelle handelt und nicht um bloße Visualisierungs-Renderings.
Parallel lanciert InQI ein Ökosystem von Domain-Agenten, die jetzt allgemein verfügbar sind: Codes.IQ als planprüfender Agent mit Kenntnis juris-diktionsspezifischer Bauvorschriften und Zonen, Estimate.IQ für Mengen- und Kostenermittlungen mit regionaler Preisintelligenz und InQuest als kontextbewussten Projektassistenten. Hinzu kommt ein dreistufiges Binder-System (Account, Project, Public), das Bibliotheken, Projektdokumente und lizenzierte Referenzen als persistente Kontextdaten speichert.
Mobile Feld-Dokumentation auf iOS und Android fließt geo-getaggt direkt in deine Projektintelligenz. Technisch auffällig ist die Multi-LLM-Consensus-Architektur, die Abweichungen zwischen verschiedenen KI-Anbietern sichtbar macht und so ein zusätzliches Vertrauenssignal liefern soll.
Der Fahrplan nennt konkrete Folge-Module: ADU.IQ (Anfang Juni 2026) für Accessory Dwelling Unit-Workflows, Output Manager.IQ (Mitte Juni bis Ende Juli) für permit-ready Exporte und Landscape.IQ (August–September) für Außenanlagen mit Vegetations- und Wasserhaushalts-Analysen. Unternehmensdaten im Release: InQI wurde 2023 gegründet, sitzt in Mountain View, CA, und bietet die Plattform in allen 50 US-Bundesstaaten an.
Gründer Ali Tehranchi fasst die Produktvision zusammen: "We've spent two years building something the industry hasn't had — a place where everything tied to a property address lives, learns, and compounds in value over time. The site plan was always the entry point, never the product."
Für dich als Entscheider und Planner heißt das: statt eines temporären Site-Plans entsteht ein kumulativer Projektkontext, der bei wiederholten Projekten an Wert gewinnt und Planungsdaten, Compliance-Checks und Kostenschätzungen verbindet. Das kann deine Planungszyklen straffen, die Übergabe an Genehmigungsbehörden vereinfachen und die Datenbasis für Folgeaufträge verbessern.
Was das für den EU-Kontext bedeutet: Anbieter mit adressbasierten KI-Daten müssen für den DACH-Raum prüfen, wie personenbezogene Standortdaten, Lizenz- und Urheberrechte bei Luftbilddaten sowie automatisierte Entscheidungsprozesse mit der DSGVO und dem EU AI Act zusammenspielen. Unternehmen hierzulande sollten technische Kontrollmechanismen, Nachvollziehbarkeit von Code-Checks und Datenhoheit in Beschaffungsverträgen festschreiben.
Die Ankündigung ist deutlich produktgetrieben: Es fehlen in der Mitteilung nutzbare Metriken zu Performance oder Kundenbasis. Für dich bedeutet das: testen, prüfen, nachfragen — insbesondere zu lokalen Bauordnungen und der Offenlegung, welche LLM-Anbieter in der Consensus-Architektur genutzt werden.
❓ Häufig gestellte Fragen
📰 Recherchiert auf Basis von 1 Primärquelle (globenewswire.com)
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