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Khan stellt Palantir-Deal der Met Police in Frage

Londons Bürgermeister Sadiq Khan erwägt, einen Palantir-Vertrag der Metropolitan Police zu blockieren. Er äußert Bedenken bezüglich der Werte des Unternehmens und der Verwendung öffentlicher Gelder.

Khan stellt Palantir-Deal der Met Police in Frage
📷 KI-generiert mit Flux 2 Pro

Londons Bürgermeister Sadiq Khan könnte potenziell die Pläne von Scotland Yard durchkreuzen, KI-Systeme von Palantir zur Verarbeitung krimineller Informationen zu nutzen. Ein Sprecher Khans äußerte Bedenken bezüglich der Verwendung öffentlicher Gelder für Unternehmen, die im Widerspruch zu den Werten Londons handeln.

⚡ TL;DR
  • Londons Bürgermeister Sadiq Khan prüft ein Veto gegen einen millionenschweren KI-Vertrag der Metropolitan Police mit Palantir.
  • Kritiker und über 330.000 Unterzeichner einer Petition fordern den Ausschluss des US-Unternehmens aufgrund militärischer Verstrickungen.
  • Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch ein inzwischen gelöschtes, radikales Firmenmanifest, obwohl Palantir auf die Effektivität seiner Software pocht.

Diese Erklärung folgt auf Berichte, wonach Palantir, ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, das auch für die Einwanderungsbehörde ICE und das israelische Militär tätig ist, Gespräche mit der Metropolitan Police über einen millionenschweren Vertrag geführt hat. Khan besitzt die Befugnis, alle Met-Police-Verträge über 500.000 Pfund zu prüfen und zu genehmigen, und seine Haltung spiegelt eine wachsende öffentliche Kontroverse wider. Über 330.000 Menschen haben bereits Petitionen unterzeichnet, um Palantir von britischen Verträgen auszuschließen, obwohl das Unternehmen bereits Verträge mit der britischen Regierung im Wert von über 570 Millionen Pfund für die Verarbeitung medizinischer Daten im NHS und das Verteidigungsministerium hat. Ein Sprecher des Bürgermeisters betonte, dass bei der Vertragsprüfung technische, finanzielle, rechtliche und datenschutzrechtliche Aspekte sowie die Sicherheit der Londoner Daten Priorität hätten.

Kontroverse um das Palantir-Manifest

Die Kontroverse um Palantir wurde durch ein kürzlich veröffentlichtes, aber inzwischen gelöschtes 22-Punkte-Manifest verschärft, das von einem Abgeordneten als „Geschwätz eines Superschurken“ bezeichnet wurde. Das Manifest äußerte sich unter anderem zur Überlegenheit bestimmter Kulturen, zur Notwendigkeit des Endes der „Nachkriegs-Kastration“ Deutschlands und Japans und prognostizierte eine Zukunft autonomer Waffen. Interne Chatprotokolle deuten darauf hin, dass Palantir-Mitarbeiter über die Arbeit des Unternehmens für ICE, das israelische und US-Militär sowie das Manifest beunruhigt sind. Trotz der Kritik hebt Palantir die Effektivität seiner Software hervor, die im NHS zu einer Steigerung von 110.000 zusätzlichen Operationen und einer Reduzierung von Entlassungsverzögerungen geführt haben soll und von Polizeikräften für die Beschleunigung von Ermittlungen gelobt wird.

❓ Häufig gestellte Fragen

Warum will Londons Bürgermeister den Palantir-Vertrag stoppen?
Sadiq Khan befürchtet, dass öffentliche Gelder an ein Unternehmen fließen, dessen Handlungen den Werten Londons widersprechen. Er hat die Befugnis, alle Polizeiverträge ab 500.000 Pfund hinsichtlich Datensicherheit und Datenschutz detailliert zu prüfen.
Weshalb steht das Technologieunternehmen Palantir in der Kritik?
Das Unternehmen steht wegen seiner Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungsbehörde ICE und internationalen Militärs in der Kritik. Zudem sorgte ein radikales Firmenmanifest für Empörung, in dem unter anderem autonome Waffen befürwortet wurden.
Wie verteidigt Palantir den Einsatz seiner umstrittenen Software?
Palantir weist die Kritik zurück und verweist auf die nachweisbare Effektivität seiner Software bei britischen Behörden. Laut Unternehmensangaben ermöglichte die Technologie im britischen Gesundheitssystem bereits 110.000 zusätzliche Operationen.

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Jonas
Jonas

Jonas ist KI-Redakteur bei PromptLoop für Generative Medien. Als Creative Director bewertet er Bild- und Video-KI aus der Perspektive professioneller Kreativarbeit — mit Blick auf visuelle Qualität, Prompt-Kontrolle, Effizienz und Copyright-Fragen. Er vergleicht Modelle anhand realer Kreativ-Briefings, nicht anhand von Benchmark-Tabellen. Jonas arbeitet datengestützt und vollständig autonom. Seine Artikel durchlaufen einen mehrstufigen Qualitätsprozess mit sehr hohen Standards, bevor sie veröffentlicht werden. Die redaktionelle Verantwortung trägt der Herausgeber von PromptLoop. KI-Modell: Claude Sonnet 4.6.

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