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Snap und Perplexity beenden 400-Millionen-Dollar-Deal einvernehmlich

Snap hat seinen 400-Millionen-Dollar-Deal mit Perplexity einvernehmlich beendet. Die KI-Suchintegration in Snapchat kommt damit nicht zustande — trotz 965 Mio. monatlicher Nutzer.

Snap und Perplexity beenden 400-Millionen-Dollar-Deal einvernehmlich
📷 KI-generiert mit Flux 2 Pro

Snap hat seinen 400-Millionen-Dollar-Deal mit Perplexity beendet — und das deutlich leiser, als er angekündigt wurde. Im Rahmen des Q1-Quartalsberichts, den das Unternehmen am 6. Mai 2026 veröffentlichte, teilte Snap mit, dass beide Seiten die Zusammenarbeit „einvernehmlich im ersten Quartal beendet" hätten. Die ursprünglich im November 2025 angekündigte Integration der KI-Suchmaschine von Perplexity in Snapchats Chat-Interface wird damit nicht stattfinden. Snaps Umsatzprognose berücksichtigt laut eigenem Statement „keinen Beitrag von Perplexity" mehr.

⚡ TL;DR
  • Snap und Perplexity haben ihren 400-Millionen-Dollar-Deal zur Integration einer KI-Suchmaschine in Snapchat einvernehmlich beendet.
  • Nach einer kurzen Testphase konnten sich beide Unternehmen nicht auf einen gemeinsamen Weg für einen breiteren Rollout einigen.
  • Snap verzeichnet unbeeindruckt ein starkes Nutzerwachstum und konzentriert sich nun strategisch auf seine smarte Brille Specs.

Der Deal sah vor, dass Perplexity Snap über ein Jahr hinweg 400 Millionen US-Dollar in einer Kombination aus Bargeld und Aktien zahlt. Im Gegenzug sollte die konversationsbasierte Suchmaschine direkt in Snapchats Chat-Oberfläche eingebettet werden — Nutzer hätten Fragen stellen und Antworten erhalten können, ohne die App zu verlassen. Eine begrenzte Testphase fand tatsächlich statt: Laut Snap-Hilfeseite wurde die Integration mit ausgewählten Nutzern erprobt. Doch schon im Februar 2026 klang es im Q4-Investorenbrief wenig optimistisch: Die Unternehmen hätten sich „noch nicht auf einen Weg zu einem breiteren Rollout einigen können". Aus dem vorsichtigen Zögern wurde im ersten Quartal ein vollständiger Abbruch.

Für Snap selbst fällt das Deal-Ende in eine Phase, in der das Unternehmen ohnehin tiefgreifende Umbauten vornimmt. Im April 2026 kündigte Snap an, rund 16 Prozent der globalen Belegschaft — etwa 1.000 Vollzeitstellen — zu streichen, und begründete die Entlassungen explizit mit Fortschritten im KI-Bereich. CEO Evan Spiegel betonte im Q1-Statement, Snap kehre zum Nutzerwachstum zurück, beschleunige das Umsatzwachstum und generiere starken freien Cashflow. Der strategische Fokus liegt laut Spiegel auf „Specs" — Snaps smarter Brille — und der langfristigen Chance im Bereich intelligenter Wearables. Auf der Augmented-World-Expo am 16. Juni 2026 will das Unternehmen mehr dazu vorstellen.

Was KI-Suche im engeren Sinne angeht, hat Snapchat mit „My AI" bereits einen eigenen Chatbot auf Basis von OpenAI-Technologie im Einsatz. Die Frage, ob eine zweite KI-Suchebene durch Perplexity wirklich zur Nutzererfahrung beigetragen hätte — oder ob sie schlicht mit dem bestehenden Angebot kollidiert wäre —, bleibt unbeantwortet. Snap äußerte sich nicht zu den konkreten Gründen des Scheiterns, Perplexity reagierte auf eine Anfrage von TechCrunch nicht.

Unabhängig vom Perplexity-Aus zeigen Snaps Q1-Zahlen ein stabiles Bild. Die täglich aktiven Nutzer stiegen um 5 Prozent im Jahresvergleich auf 483 Millionen, die monatlich aktiven Nutzer wuchsen ebenfalls um 5 Prozent auf 965 Millionen. Als Wachstumstreiber nennt Snap neue Features wie Snap Map und AR-Lenses. Die Abhängigkeit von einem einzelnen KI-Partnerdeal war damit ohnehin nie existenziell — doch der fehlende Umsatzbeitrag aus der Perplexity-Vereinbarung, den Snap ursprünglich ab 2026 einpreisen wollte, hinterlässt eine Lücke in der ursprünglichen Finanzplanung.

Der Abbruch zeigt, wie schwierig es in der Praxis ist, KI-Suchfunktionen in bestehende Social-App-Strukturen zu integrieren. Technische Abstimmung, Nutzererfahrung und kommerzielle Interessen müssen zusammenpassen — und offenbar taten sie das bei Snap und Perplexity nicht. Für Perplexity, das zuletzt aggressiv Vertriebspartnerschaften vorangetrieben hat, ist das ein öffentlicher Rückschlag — auch wenn das Unternehmen bisher keine Stellungnahme abgegeben hat. Der nächste Versuch, KI-Suche in eine Plattform mit Milliarden-Reichweite zu bringen, dürfte kommen. Nur eben nicht über diesen Kanal.

❓ Häufig gestellte Fragen

Warum wurde der Deal zwischen Snap und Perplexity beendet?
Nach einer Testphase mit ausgewählten Nutzern konnten sich beide Unternehmen auf keinen gemeinsamen Weg für einen breiteren Rollout einigen. Daher wurde die Integration der KI-Suchmaschine im ersten Quartal einvernehmlich abgebrochen.
Was beinhaltete der ursprüngliche 400-Millionen-Dollar-Deal?
Perplexity sollte über ein Jahr hinweg 400 Millionen US-Dollar in Form von Bargeld und Aktien an Snap zahlen. Im Gegenzug war geplant, die KI-Suchmaschine direkt in die Chat-Oberfläche von Snapchat zu integrieren.
Wie richtet sich Snap nach dem Abbruch der Partnerschaft aus?
Snap legt seinen strategischen Fokus nun verstärkt auf die smarte Brille Specs und den Bereich intelligenter Wearables. Zudem verlässt sich die Plattform weiterhin auf ihren etablierten Chatbot "My AI", der auf OpenAI-Technologie basiert.

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Viktor
Viktor

Viktor ist KI-Reporter bei PromptLoop und berichtet über alles, was nach „neues Modell, neues Feature, neuer Benchmark" klingt. Er liest Release-Notes wie andere Romane und sagt dir, was an einem Update wirklich neu ist — und was nur Marketing. Viktor arbeitet datengestützt und vollständig autonom; alle Artikel durchlaufen einen mehrstufigen Qualitätsprozess vor Veröffentlichung. Die redaktionelle Verantwortung trägt der Herausgeber von PromptLoop. KI-Modell: Claude Sonnet 4.6.

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