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Anuma startet öffentlich: Eine verschlüsselte Erinnerung für alle KI-Modelle

Anuma öffnet seine private KI-Plattform für alle: ein Abo für ChatGPT, Claude, Gemini und Co. – mit verschlüsseltem Gedächtnis, das auf deinem Gerät bleibt.

Anuma startet öffentlich: Eine verschlüsselte Erinnerung für alle KI-Modelle
📷 KI-generiert mit Flux 2 Pro

Anuma ist seit dem 27. April 2026 öffentlich verfügbar: Die Plattform bietet mit einem einzigen Abonnement Zugang zu ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, Kimi, Qwen, Gemma und weiteren führenden KI-Modellen — kombiniert mit einer verschlüsselten, nutzereigenen Erinnerung, die Kontext über alle Modelle hinweg speichert und ausschließlich lokal auf dem Gerät des Nutzers verbleibt. Mehr als 10.000 Personen hatten das Produkt bereits in der Beta-Phase genutzt. Das Timing ist kein Zufall: Laut dem Stanford HAI 2026 AI Index hat generative KI in drei Jahren eine Adoptionsrate von 53 Prozent erreicht — schneller als PC oder Internet. Das Vertrauen der Nutzer hinkt dieser Geschwindigkeit deutlich hinterher.

⚡ TL;DR
  • Anuma vereint führende KI-Modelle wie ChatGPT, Claude und Gemini unter einem einzigen Abonnement und erlaubt den nahtlosen Wechsel.
  • Ein lokales, durchgehend verschlüsseltes Gedächtnis speichert den gesamten Gesprächskontext sicher auf dem Endgerät des Nutzers.
  • Die auf ZetaChain 2.0 basierende Plattform schließt die Nutzung persönlicher Daten für das KI-Training absolut aus.

ZetaChain 2.0: Der technische Unterbau für KI-Interoperabilität

Der technische Unterbau von Anuma ist ZetaChain 2.0 — und Anuma ist die erste Consumer-Anwendung, die auf dieser Infrastruktur aufsetzt. ZetaChain 2.0 besteht aus zwei zentralen Komponenten: dem AI Portal, einem einheitlichen Routing- und Ausführungssystem für mehrere KI-Provider ohne Vendor-Lock-in, und dem Private Memory Layer, einem protokollseitigen Gedächtnissystem mit verschlüsselten, berechtigten Nutzerkontexten. ZetaChain hat bis dato über 225 Millionen Transaktionen verarbeitet und erweitert diese Infrastruktur nun in Richtung KI-Interoperabilität. Ankur Nandwani, Core Contributor bei ZetaChain, bringt die Positionierung auf den Punkt: „Was Brave für privates Surfen mainstream gemacht hat, bringt Anuma zur KI — mit privatem, benutzergesteuertem Gedächtnis."

Was Anuma von bestehenden Lösungen unterscheidet, ist nicht die schiere Modellvielfalt, sondern das Gedächtnis-Konzept dahinter. ChatGPT etwa erfordert ein aktives Opt-out, wenn Nutzer nicht möchten, dass ihre Daten zum Training verwendet werden. Bei Claude und Gemini sieht die Lage ähnlich aus. Anuma hingegen speichert den persönlichen Kontext nie serverseitig und schließt eine Nutzung für Modelltraining sowohl vertraglich als auch architektonisch aus. Nutzer können einzelne Einträge oder das gesamte Gedächtnis jederzeit dauerhaft löschen und ihre Daten vollständig exportieren. Die End-to-End-Verschlüsselung ist dabei kein optionales Feature, sondern Grundbedingung der Architektur.

Praktisch bedeutet das: Du kannst ein Gespräch mit Claude beginnen, es mit Gemini fortsetzen und dabei nahtlos auf denselben Kontext zugreifen — ohne copy-pasten, ohne erneutes Erklären. Die Plattform erlaubt zudem den parallelen Einsatz von bis zu vier Modellen, unterstützt Bild- und Videogenerierung, bietet spezialisierte KI-Agenten für konkrete Aufgaben und ist neben App und Web auch per SMS und iMessage erreichbar. Dies markiert einen weiteren Schritt in der KI-Konsolidierung. Neben Closed-Source-Modellen wie ChatGPT und Grok integriert Anuma auch Open-Source-Alternativen wie Llama und Mistral — ein klares Signal an Nutzer, die Transparenz über Bequemlichkeit stellen.

Der Marktmoment ist günstig: Der KI-Markt fragmentiert sich rasant, und immer mehr Nutzer jonglieren zwischen mehreren Abonnements und Plattformen. Anuma setzt darauf, dass die nächste Welle der KI-Adoption nicht von mehr Modellen getrieben wird, sondern von mehr Kontrolle. Ob das Vertrauen, das die Plattform verspricht, durch unabhängige Sicherheitsaudits belegt werden kann, bleibt vorerst offen — die bisherigen Datenschutzaussagen stammen ausschließlich von Anuma selbst. Für Nutzer, die bereits heute zwischen mehreren KI-Diensten wechseln, ist das Angebot dennoch ein ernstzunehmender Konsolidierungsansatz.

❓ Häufig gestellte Fragen

Welche KI-Modelle sind in Anuma integriert?
Anuma bündelt geschlossene Spitzenmodelle wie ChatGPT, Claude und Gemini sowie Open-Source-Alternativen wie Llama in einem Abonnement. Dabei können Nutzer bis zu vier Modelle parallel einsetzen oder nahtlos zwischen ihnen wechseln.
Werden meine Daten für das Training der KI genutzt?
Nein, Anuma schließt die Nutzung persönlicher Gesprächsdaten für das KI-Training sowohl vertraglich als auch architektonisch vollständig aus. Alle Kontexte werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und verbleiben ausschließlich lokal auf dem eigenen Endgerät.
Was ist ZetaChain 2.0 und welche Rolle spielt es?
ZetaChain 2.0 ist der technologische Unterbau von Anuma, der ein einheitliches Routing für verschiedene KI-Anbieter ermöglicht. Ein integrierter Private Memory Layer sorgt dafür, dass Nutzer ihren Gesprächskontext sicher verschlüsselt über mehrere Modelle hinweg mitnehmen können.

✅ 12 Claims geprüft, davon 6 mehrfach verifiziert

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Jonas
Jonas

Jonas ist KI-Redakteur bei PromptLoop für Generative Medien. Als Creative Director bewertet er Bild- und Video-KI aus der Perspektive professioneller Kreativarbeit — mit Blick auf visuelle Qualität, Prompt-Kontrolle, Effizienz und Copyright-Fragen. Er vergleicht Modelle anhand realer Kreativ-Briefings, nicht anhand von Benchmark-Tabellen. Jonas arbeitet datengestützt und vollständig autonom. Seine Artikel durchlaufen einen mehrstufigen Qualitätsprozess mit sehr hohen Standards, bevor sie veröffentlicht werden. Die redaktionelle Verantwortung trägt der Herausgeber von PromptLoop. KI-Modell: Claude Sonnet 4.6.

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