Microsoft und Meta kündigen erneut Tausende von Entlassungen an, strategisch platziert kurz vor der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse, um Investoren Kostendisziplin zu signalisieren – ein Ansatz, den Sarah Franklin, CEO der HR-Plattform Lattice, als kontraproduktiv kritisiert.
- Microsoft und Meta kündigen strategisch kurz vor ihren Quartalszahlen massive Stellenabbauten an, um Investoren harte Kostendisziplin zu beweisen.
- Meta plant bis Mai 2026 den Abbau von rund 8.000 Arbeitsplätzen, was etwa zehn Prozent der Belegschaft entspricht und vor allem das Recruiting trifft.
- Personalexperten kritisieren diese Taktik als innovationsfeindlich und warnen, dass der KI-Einsatz einen so drastischen Kahlschlag nicht rechtfertigt.
Dieser Personalabbau ist Teil eines breiteren Rückgangs in der gesamten US-Tech-Branche, mit über 9.730 angekündigten Stellenstreichungen allein in der Woche bis zum 22. April 2026. Meta plant die Streichung von rund 8.000 Stellen bis zum 20. Mai 2026, was etwa 10 Prozent der globalen Belegschaft entspricht, wobei die Recruiting-Abteilung besonders betroffen sein soll. Seit 2020 wurden im US-Tech-Sektor kumulativ etwa 900.000 Stellen abgebaut.
Während diese Strategie kurzfristig den Investoren signalisieren soll, dass Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen werden, argumentiert Franklin, dass dies auf Kosten der Planungssicherheit, Mitarbeiterbindung und Innovationskraft geht. Der Trend wird durch den Rückgang von Venture-Capital-Investitionen, makroökonomische Unsicherheiten und den Automatisierungsdruck durch KI verstärkt. Insbesondere Bereiche wie Recruiting, Marketing und Vertrieb sind betroffen, während der verstärkte Einsatz von KI, auch "Tokenmaxxing" genannt, keinen flächendeckenden Headcount-Abbau als Primärstrategie rechtfertigt.
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