Sam Altman, CEO von OpenAI, nimmt am 27. April 2026 persönlich an der Geschworenen-Auswahl im Zivilprozess gegen Elon Musk teil, während Musk selbst dem ersten Verhandlungstag fernbleibt. Bereits während der Jury-Zusammenstellung tauschen beide Kontrahenten auf Musks Plattform X Spitzen aus: Musk bezeichnet Altman als „Scam Altman", OpenAI kontert Musks Klage als „baseless and jealous bid to derail a competitor". Die Klage, die Musk zwei Jahre zuvor einreichte, wirft OpenAI, Altman und Präsident Greg Brockman vor, Musks anfängliche Investition von rund 38 Millionen Dollar und die ursprüngliche Mission, eine gemeinnützige KI-Organisation zum Wohl der Öffentlichkeit aufzubauen, durch eine enge Partnerschaft mit Microsoft aufgegeben zu haben.
- Sam Altman erschien überraschend persönlich zum Prozessauftakt gegen Elon Musk, während Musk dem Gericht fernblieb und stattdessen auf X stichelte.
- Musk fordert bis zu 134 Milliarden Dollar Schadensersatz und wirft OpenAI vor, die ursprüngliche Non-Profit-Mission für einen Microsoft-Deal aufgegeben zu haben.
- Der brisante Prozess fällt in die Vorbereitungsphase eines möglichen OpenAI-Börsengangs und soll wegbereitende Präzedenzfälle für die gesamte KI-Industrie schaffen.
Die Forderungen Musks sind immens und belaufen sich je nach Gutachten auf 79 bis 134 Milliarden Dollar Schadensersatz, basierend auf seinem behaupteten Anspruch auf einen Anteil an OpenAIs aktueller Bewertung von rund 500 Milliarden Dollar. Zudem fordert er weitreichende strukturelle Änderungen an dem Unternehmen hinter ChatGPT. Der Prozess ist insofern brisant, als OpenAI Berichten zufolge einen Börsengang vorbereitet, den Musk in seiner Klage als „massiven IPO für 2026" bezeichnet. Die rechtliche Auseinandersetzung hat eine Vorgeschichte: Musk hatte bereits im Februar 2024 eine Klage eingereicht, diese im Juni 2024 zurückgezogen und im August 2024 erneut beim Bundesgericht in Oakland eingereicht. Kurz vor Prozessbeginn wies eine Richterin Musks Betrugsvorwürfe teilweise ab, das Verfahren läuft jedoch weiter. OpenAI behauptet seinerseits, Musk habe 2017 die alleinige Kontrolle über das Unternehmen gefordert und, als dies scheiterte, seinen eigenen KI-Konkurrenten xAI gegründet.
Es wird erwartet, dass sowohl Musk als auch Altman und weitere Führungskräfte der Tech-Branche, einschließlich Microsoft-CEO Satya Nadella, im Laufe des mehrwöchigen Verfahrens persönlich aussagen werden. Der Ausgang dieses Prozesses ist nicht nur entscheidend für die Zukunft von OpenAI, sondern könnte auch als Präzedenzfall für die rechtliche Einordnung von Gründungsversprechen in der schnell wachsenden KI-Branche dienen.
❓ Häufig gestellte Fragen
✅ 10 Claims geprüft, davon 6 mehrfach verifiziert
📚 Quellen