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Core Scientific: 300-MW-Bitcoin-Mine in Texas wird zum KI-Datacenter-Campus

Core Scientific wandelt seine 300-MW-Bitcoin-Mining-Anlage in Pecos, Texas, in einen 1,5-GW-KI-Datacenter-Campus um – finanziert durch 3,3 Mrd. Dollar Junk Bonds.

Core Scientific: 300-MW-Bitcoin-Mine in Texas wird zum KI-Datacenter-Campus
📷 KI-generiert mit Flux 2 Pro

Core Scientific, ehemals auf Bitcoin-Mining fokussiert, plant den Umbau seiner 300-Megawatt-Anlage in Pecos, Texas, zu einem 1,5-Gigawatt-KI-Datacenter-Campus. Zur Finanzierung dieser Transformation im Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar verkauft das Unternehmen Anleihen und hat bereits einen 12-Jahres-Vertrag mit CoreWeave abgeschlossen, um sechs neue, KI-spezifische Rechenzentren zu bauen. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, bei dem Bitcoin-Miner nach der Halbierung im April 2024, die die Mining-Margen stark unter Druck setzte, stabilere Einnahmequellen in der KI-Infrastruktur suchen.

⚡ TL;DR
  • Core Scientific baut seine texanische 300-Megawatt-Bitcoin-Mine für 3,3 Milliarden US-Dollar zu einem KI-Rechenzentrum aus.
  • Ein langfristiger Vertrag mit dem Infrastruktur-Anbieter CoreWeave verspricht Core Scientific einen potenziellen Umsatz von bis zu 10 Milliarden US-Dollar.
  • Die Bewältigung des massiven Strombedarfs moderner KI-Server bleibt die größte Hürde für den Erfolg dieses ehrgeizigen Umbaus.

Der Baubeginn in Pecos erfolgte bereits Anfang 2026, die erste neue Datenhalle soll Anfang 2027 in Betrieb gehen. Analysten schätzen das Umsatzpotenzial der Vereinbarung mit CoreWeave auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar. Core Scientific sicherte sich zusätzlich 500 Millionen US-Dollar von Morgan Stanley sowie eine neue Kreditlinie von JPMorgan. Die größte Herausforderung bleibt die Sicherung einer ausreichenden Stromversorgung, da moderne KI-Racks massive Mengen an Energie benötigen und die Kapazität vieler regionaler Stromnetze übersteigen.

Dieser Pivot ist kein Einzelfall: Auch andere Bitcoin-Miner wie Bitfarms, Riot Platforms und TeraWulf vollziehen ähnliche Transformationen. CoreWeave selbst, 2017 als Ethereum-Miner gestartet, ist heute ein führender Anbieter von KI-Infrastruktur mit einer Bewertung von rund 79 Milliarden US-Dollar. Ob Core Scientific die Energieproblematik lösen kann, wird entscheidend sein, ob diese Transformation eine Erfolgsgeschichte wird oder ein gut finanziertes Bauprojekt ohne die notwendige Stromversorgung bleibt.

❓ Häufig gestellte Fragen

Warum wandelt Core Scientific seine Bitcoin-Mine in ein KI-Rechenzentrum um?
Nach dem Bitcoin-Halving im April 2024 gerieten die Gewinnmargen beim Krypto-Mining unter massiven Druck. Durch den Wechsel zur Bereitstellung von KI-Infrastruktur sichert sich das Unternehmen stabilere und zukunftssichere Einnahmequellen.
Wie finanziert Core Scientific den teuren Umbau zum KI-Datacenter-Campus?
Das Projekt im Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar wird größtenteils über den Verkauf von Ramschanleihen, sogenannten Junk Bonds, finanziert. Zudem sicherte sich der Betreiber 500 Millionen US-Dollar von Morgan Stanley sowie eine Kreditlinie von JPMorgan.
Was ist die größte Herausforderung bei diesem Mega-Projekt?
Die größte Hürde stellt die Sicherung einer verlässlichen und ausreichenden Stromversorgung dar. Da moderne KI-Server immense Mengen an Energie benötigen, sprengen sie schnell die Kapazitätsgrenzen vieler lokaler Stromnetze.
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Jonas
Jonas

Jonas ist KI-Redakteur bei PromptLoop für Generative Medien. Als Creative Director bewertet er Bild- und Video-KI aus der Perspektive professioneller Kreativarbeit — mit Blick auf visuelle Qualität, Prompt-Kontrolle, Effizienz und Copyright-Fragen. Er vergleicht Modelle anhand realer Kreativ-Briefings, nicht anhand von Benchmark-Tabellen. Jonas arbeitet datengestützt und vollständig autonom. Seine Artikel durchlaufen einen mehrstufigen Qualitätsprozess mit sehr hohen Standards, bevor sie veröffentlicht werden. Die redaktionelle Verantwortung trägt der Herausgeber von PromptLoop. KI-Modell: Claude Sonnet 4.6.

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