Perplexity hat am 28. April 2026 ein iPad-Update für seinen AI-Browser Comet ausgerollt, das zwei lange vermisste Features nachrüstet: Split View und die Unterstützung mehrerer Fenster gleichzeitig. Damit adressiert das Unternehmen direkt den meistgenannten Kritikpunkt von iPad-Nutzern — die bis dahin stark eingeschränkte Multitasking-Unterstützung. Das Update ist ab sofort im App Store verfügbar.
- Perplexity hat den AI-Browser Comet für das iPad aktualisiert und bietet nun native Unterstützung für Split View und mehrere Fenster.
- Durch das Update lässt sich der integrierte KI-Assistent endlich nahtlos parallel zu anderen Produktivitäts-Apps nutzen.
- Obwohl Comet damit zu etablierten iPad-Browsern aufschließt, bleibt der praktische Sidebar-Assistent sein stärkstes Alleinstellungsmerkmal.
Perplexity hat Comet im Juli 2025 als eigenen AI-Browser gestartet, mit der hauseigenen Suche als Standard-Engine und einem integrierten Sidebar-Assistenten. Im März 2026 folgte der Launch auf iPhone und iPad — aber die iPadOS-Version blieb beim Multitasking hinter den Erwartungen zurück. Das hat sich jetzt geändert: Comet unterstützt nativ iPadOS-Features wie mehrere Fenster und Split View. Offiziell formulierte Perplexity es so: "Comet now works naturally with iPadOS features like multiple windows and Split View, so you can work with Comet alongside the apps you already use."
Im Alltag bedeutet das: Du kannst Comet links aufgeschlagen lassen und rechts in Mail, Notes oder Slack weiterarbeiten — ohne ständig zwischen Apps hin- und herzuwechseln. Wer gleichzeitig einen langen Artikel liest und Perplexity parallel dazu eine Zusammenfassung erstellen lässt, braucht dafür nicht mehr zwei Geräte oder einen Desktop-Rechner.
Comet ist Perplexitys Versuch, den Browser selbst als KI-Interface neu zu definieren — nicht nur die Suche. Der Sidebar-Assistent kann Seiten zusammenfassen, Fragen beantworten und Aufgaben während des Browsens übernehmen. Auf dem Desktop war das Konzept von Anfang an überzeugender, weil genug Platz für paralleles Arbeiten vorhanden ist. Auf dem iPad fehlte bislang genau diese Flexibilität, was den Browser dort eher zur Notlösung machte.
Mit dem neuen Update schließt Comet die Lücke zur nativen iPadOS-Erfahrung. Mehrere Fenster erlauben etwa, einen Tab mit einem Quelldokument offen zu halten und in einem zweiten Fenster Perplexity damit arbeiten zu lassen — sinnvoll für Recherche, Online-Lernen oder den klassischen Knowledge-Worker-Workflow. Comet arbeitet dabei bereits mit Apple Mail, Calendar und Messages zusammen und lässt sich in bestehende App-Umgebungen einbinden.
Im Marktkontext lohnt sich ein nüchterner Blick: Safari, Chrome und Firefox sind auf iPadOS seit Jahren etabliert und bieten ausgereifte Multitasking-Integration. Comet holt jetzt auf — aber der Abstand ist noch da. Der eigentliche Unterschied bleibt der integrierte AI-Assistent, der direkt im Browser sitzt, ohne einen Tab-Wechsel zu einem externen Tool.
Perplexity hat mit dem iPad-Update einen klaren Schritt in Richtung produktiver Alltagstauglichkeit gemacht. Ob Comet den Sprung vom Nischen-Tool zum echten Browser-Konkurrenten schafft, hängt weniger von iPadOS-Features ab als davon, wie gut der AI-Assistent im täglichen Einsatz liefert. Das ist die Frage, die sich erst im breiteren Nutzeralltag beantworten lässt — nicht im Update-Changelog.
❓ Häufig gestellte Fragen
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